Endlich Bienenwetter

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Das Warten hat ein Ende. Nun war es soweit. Ich habe meine ersten Tage im Feld verbracht, um Aufnahmen über die Bienen und die blühenden Pflanzen in der Kiesgrube zu machen. Ich werde es ab nun immer so handhaben, dass ich an einem Tag eine Dokumentation der blühenden Pflanzen aufzeichne und am darauf Folgenden die Bienen genauer unter die Lupe nehme! …oder umgekehrt… Wie es halt gerade wettertechnisch besser passt.

Und gleich bei meinen ersten Pflanzen Aufnahmen hatte ich das Glück einer meiner Lieblings-Bienenarten zu begegnen. Sie hatte gerade damit begonnen eine Niströhre für ihren Nachwuchs in einer Sandwand anzulegen. Diese Bienenart, eine Weiden-Sandbiene, auf lateinisch Andrena vaga, ist für mich deswegen so besonders, weil man sie recht leicht in freier Natur mit bloßem Auge an ihrem wirklich wunderhübschen silber glänzenden Flaum, den sie am Rücken (Thorax) trägt, erkennen kann!

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Weibchen der Weiden-Sandbiene (Andrena vaga)
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Männchen der Weiden-Sandbiene (Andrena vaga)

 

Das Sandbienen-Weibchen, das ich beim Nestbau beobachten konnte, hat mich ganz nah ran gelassen. Es hat mich wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen, wie ich auf dem Bauch liegend versucht habe einigermaßen scharfe Fotos von ihr zu machen. Sie war vollkommen darauf konzentriert den Sand mit Hilfe ihrer starken Beine an die Seite zu schaufeln.

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Für mich war es ein besonderes Erlebnis, weil ich zum ersten Mal die Gelegenheit hatte so genau zu beobachten, wie eine Sandbiene den Grundstock dafür legt, sich erfolgreich zu vermehren. Nach einiger Zeit eifrigen Grabens setzte sich das Weibchen vor ihren Höhleneingang und putzte sich rasch, um kurz darauf davon zu fliegen. Vermutlich brauchte sie nach dieser Anstrengung eine Portion Nektar, um ihren Energiespeicher für weitere Grabungsaktivitäten aufzufüllen.

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Weiden-Sandbienen Weibchen kurz bevor es sich zum Nektar suchen aufmachte

 

Für den Wildbienen Nachwuchs ist als erste Nahrung nicht nur energiereicher Nektar wichtig. Auch Pollen ist für ihn unabdingbar. Die Weiden-Sandbiene trägt ihren Namen deshalb, weil sie auschließlich Pollen von Weiden für ihren Nachwuchs sammelt. Dies ist auch der Grund, warum man sie schon so zeitig im Frühjahr draußen antrifft, denn ihre Flugaktivität ist eng an die Blütezeit der Weiden gebunden.

 

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